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Gesundheitsökonomie
Unter diesem Begriff (engl. health economics) wird allgemein die volkswirtschaftliche Perspektive des Gesundheitssystems verstanden. Sie hat sich seit den 1960er Jahren als Teildisziplin der Volkswirtschaftslehre (economics) etabliert. Es geht um die Frage, welche Gesundheitsleistungen in einem Land von wem erbracht und konsumiert werden, und unter welchen Bedingungen dies geschieht. Folgende Aspekte sind zentral:
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Bestimmung des Umfangs und der Zusammensetzung von Gesundheitsleistungen (sog. Allokationseffizienz) |
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Auswahl der besten Methoden, um Gesundheitsleistungen zu produzieren (sog. Produktionseffizienz) |
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Realisierung von Verteilungszielen mit möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten (Verteilung, sozialer Ausgleich) |
Neben diesen makroökonomischen Aspekten, widmet sich die Gesundheitsökonomie vor allem der mikroökonomischen Analyse von Märkten für Gesundheitsleistungen, dem Verhalten von Anbietern und Nachfragern sowie der Rolle der Versicherungen und des Staats.
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Gesundheit ist das höchste Gut (Volksmund)
Gesundheit ist nicht alles,
aber ohne Gesundheit ist alles nichts. (Volksmund)
Gesundheit ist kostbar, aber
Gesundheitsleistungen sind nicht kostenlos.
(Ökonom)
| >Wissen Sie, wie viel die Schweiz im Vergleich mit anderen Ländern für das Gesundheitswesen ausgibt? -> Antwort... |
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VALIUM für das Volk: Wussten Sie, dass in der Schweiz jährlich ca. 3 Milliarden Franken für Prämienverbilligungen ausgegeben und somit die Prämien von 33% der Versicherten bzw. über 40% der Schweizer Haushalte subventioniert werden? ...mehr
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Wissenschaftliche Studien (PDF download)
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Kostentreiber im Schweizer Gesundheitswesen - eine Auslegeordnung von Tilman Slembeck, Studie im Auftrag von Santésuisse, Dezember 2006. (vgl. die Zusammenfassung in rechter Spalte >) |
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Separating Selection and Incentive Effects in Health Insurance, von L. Gardiol, P-Y. Geoffard, C.Grandchamp > This paper provides an analysis of the health insurance and health care consumption. A structural microeconomic model of joint demand for health insurance and health care is developed and estimated using Swiss insurance claims data for over 60,000 adult individuals. (CEPR discussion paper # 5380, Dec. 2005) |
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Effizienz und Produktivität in den Schweizer Spitälern, Studie im Auftrag des Bundesamtes für Statistik (BFS), 2005 > "Die Effizienz hat in der Periode 1998-2001 in praktisch allen Spitaltypen zugenommen. Besonders ausgeprägt ist der Effizienzsteigerungstrend in den Universitätsspitälern. In den meisten Spitalbetrieben lägen jedoch noch mehr Effizienzverbesserungen drin, insbesondere durch Optimierung der Behandlungskapazität und der Anzahl Betten. Zwischen öffentlichen und privaten Spitälern gibt es unabhängig vom Subventionsstatus keine statistisch signifikanten Effizienzunterschiede." |

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Kontinuierliches Kostenwachstum im Gesundheitswesen: Eine Diagnose mit vielen Ursachen
Alljährlich stellt sich für Herr und Frau Schweizer beim Erhalt der neuen Krankenversicherungspolice die Frage, wie viel die Prämien im kommenden Jahr wieder steigen werden. Dass die wiederkehrende Prämienerhöhung allerdings kein unumstössliches Naturgesetz ist, sondern von verschiedenen, mehr oder minder beeinflussbaren Faktoren abhängt, veranschaulicht die neue Studie von Professor Tilman Slembeck zu den Kostentreibern im Schweizer Gesundheitswesen.
Ganz im Sinne des Mottos: Nur derjenige, der weiss, wo der Teufel steckt, kann ihn auch austreiben, will das Papier einen Überblick zu den grundsätzlichen Zusammenhängen und Problempunkten im Schweizer Gesundheitswesen schaffen. Diese sollen anschliessend als Basis zum weiteren Vorgehen, zur Problemlösung dienen. (..mehr lesen als PDF).
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Presseartikel (PDF download)
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Praxisänderung zugunsten der Ärzte - Rückforderungen der Kassen wegen unwirtschaftlicher Behandlung, neues Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts, NZZ vom 2./3. Dez. 2006 |
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Genesungsrezepte für das Gesundheitswesen - Jahresbericht 2006 der Kommission für Konjunkturfragen, NZZ vom 27.10.06 |
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Risiken der Zentralisierung der Spitzenmedizin - Die dezentrale Versorgung wird unter Druck geraten, von R. O. Binswanger, NZZ, 21.08.06 |
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Ein Plädoyer für Marktregeln in der Transplantationsmedizin von L.Boos und B.S. Frey, NZZ, 04.12.05 |
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Was uns die teuerste Grippe der Welt kosten könnte- Die Vogelgrippe dürfte Milliardenschäden verursachen... schreibt Tilman Slembeck, NZZ am Sonntag, 11.09.2005 |
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Wettbewerb in der Krankenversicherung: Schlagwort oder Realität? fragt Konstantin Beck, Schweiz. Ärztezeitung, Nr. 20 (86), 2005. |
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Die letzte Meile - Wie teuer darf die Verlängerung des Lebens sein? Ein paar ökonomische Grundlagen des medizinischen Fortschritts. Nicht alles, was medizinisch machbar wird, ist wirtschaftlich effizient schreibt Markus Schneider, NZZ Folio 1.03.2004 |
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Wettbewerb für das Gesundheitswesen - Es ist an der Zeit, überholte Privilegien einzuschränken, NZZ, 24.09.2004 |
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Freie Kassen für souveräne Patienten, NZZ, 18.11.2004 |
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Das Gesundheitswesen krankt an Fehlanreizen, NZZ, 14.09.2002 |
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Wer ein Organ spendet, soll auch eines erhalten, Charles B. Blankart, NZZ am Sonntag, 3.11.2002 |

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Studienmaterial
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Gesundheitsökonomik, Breyer, F., Zweifel, P. und Kifmann, M. , fünfte überarb. Aufl., Springer Verlag, 2005 -> umfassendes Lehrbuch; benötigt aber fundierte ökonomische Vorkenntnisse. |
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Gesundheitsökonomik, Schulenburg, J-M und Greiner, W., Mohr Siebeck, Tübingen, 2000 -> kürzeres Lehrbuch mit starkem Bezug zum deutschen Gesundheitssystem. |
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Health Economics and Policy, 3rd Ed. by James W. Henderson, South-Western, 2002 -> amerikanisches Standardlehrbuch, auch ohne vertiefte Vorkenntnisse lesbar, aber in englisch und va. auf die US Situation bezogen. |
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Health Economics: Theories, Insights, and Industry Studies, 3rd Ed. by Rexford E. Santerre and Stephen P. Neun, South-Western, 2004 -> ebenfalls ein US Standardwerk. |
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The Economics of Health and Health Care, 4th Ed. by Folland, Sherman, Goodman, Alan C. und Miron Stano, Pearson Prentice Hall: Upper Saddle River, 2004 -> ein solides britisches Lehrbuch |
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Health Economics, 3rd Ed. by Phelps, Charles E., Addison Wesley:, 2002 -> umfassendes US Lehrbuch, eher technisch (Beispiel: Kapitel 7 ACHTUNG: PDF Datei mit 10 MB !) |

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Debatte: Spitzenmedizin, Ökonomie und periphäre Versorgung
Die Argumente für die Zentralisierung der Spitzenmedizin sind vorwiegend wirtschaftlicher Natur, wobei sie sich an die Mechanismen in der übrigen Wirtschaft anlehnen, wo Zentralisierung und Verschlankung der Strukturen an der Tagesordnung sind. Auch werden Qualitätskriterien angeführt, wobei sich die Begründung vor allem auf die Fallzahl bezieht. [..] Spitäler sind wirtschaftliche Einheiten, welche sich von Unternehmen der übrigen Wirtschaft wesentlich unterscheiden [..] Ähnliches wie für die Spitzenmedizin gilt auch für die vielen mittelgrossen und kleineren Spitäler der Grundversorgung, wo pro Disziplin unter Umständen für ein Fach nur ein oder wenige Spezialisten vorhanden sind... Diese eher kleinen Einheiten kompensieren ihren Mangel an Grösse durch ausserordentlich hohen persönlichen Einsatz...und sind generell ihrer Aufgabe gewachsen. > mehr lesen (PDF)
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